VW Bulli

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Rund um den VW-Bulli

Die beliebtesten Modelle bei Bussen sind ohne Frage die Klassiker T1, T2 und T3. In unterschiedlicher Ausführung haben sie schon so manches Herz im Sturm erobert und lösen immer wieder in den Meisten von uns Erinnerungen, Assoziationen oder ungezügelte Schwärmereien aus. Die Fahrzeuge erfreuen sich auch heute noch größter Beliebtheit. Wer Lust auf auf ein Fortbewegungsmittel hat, dass nicht den 08/15 Maßstäben der heutigen Zeit entspricht und Spass dabei empfindet hin und wieder Hand an das Fahrzeug zu legen, um eine Fahrtüchtigkeit zu gewährleisten, für den ist der Bulli das richtige Fahrzeug für Camping und Spass. Auf Surfbus-Shirts.de findet ihr Informationen zu den verschiedenen Bus-Modellen. Das Leben ist einfach zu kurz um kleine, knubbellige Autos zu fahren!

VW-Bus T1

Der Kleintransporter VW T1 war das erste Modell des VW-Busses. Der Bus war nach dem VW-Käfer die zweite Baureihe des VW-Werkes, die für die zivile Nutzung gedacht war. Er wurde 1949 entwickelt und 1950 zur Marktreife gebracht.
Ab 1956 wurden insgesamt 1,8 Millionen T1 Modelle in verschiedenen Ausführungen produziert. Auf der Basis des VW Käfers entstand eines der ersten Reisemobile. Ab 1967 wurde der VW T2 Produziert, die Produktion des VW T1 endete noch im selben Jahr.

Ab März 1950 begann die Serienproduktion des Transporters T1 im Wolfsburger VW-Werk.
Der Preis betrug 5.850 DM, 150 DM über dem Preis eines vollausgestatteten Käfers.
Dies entspräche in heutiger Währung (inflationsbereinigt) 13.900 Euro. Der VW T1 hatte eine Front mit einer geteilten Frontscheibe aus ebenem Glas, in der Mitte war das VW-Zeichen aufgesetzt. Die Seitenscheiben waren ebenfalls aus ebenem Glas. Die Türen des Fahrerhauses hatten kleine Ausstellfenster, die Karosserie wurde mit dem Rahmen verschweißt. Das Armaturenbrett bestand aus Blech mit integriertem Tachometer. Die ersten T1 hatten wie die Prototypen keine hintere Stoßstange und kein Heckfenster. Der Kraftstofftank war nur über die Motorraumklappe zugänglich. Ab 1952 wurde ein trapezförmiges Heckfenster eingebaut. In den ersten Jahren war der T1 nur in Taubenblau oder grundiert lieferbar. Später waren zwei Grautöne, Taubenblau, Braun und Beige sowie zweifarbige Lackierungen im Angebot. Abmessungen des ersten Serienmodells: 4150 mm Länge, 1660 mm Breite, 1900 mm Höhe.Der Radstand betrug 2400 mm. Das Leergewicht waren 975 kg mit einer Zuladung von 750 kg. Unter der Ladefläche im Heck arbeitete der aus dem Käfer übernommene Boxermotor mit 18 kW/25 PS und 1131 cm³ Hubraum. Durch das Heckantriebskonzept hatte der T1 keine durchgehende Ladefläche.

Wieso der Name Bulli?

Wie es genau zu dem Spitznamen Bulli kam ist nicht genau belegt. Vermutlich kam es zu dem Namen aus der Verbindung der beiden ersten Buchstaben von „Bus“ und „Lieferwagen“. Andere Quellen behaupten, dass bereits während der Produktion die Mitarbeiter den Namen Bulli verwandten.

VW-Bus T1: Technische Entwicklung

Ab 1953 wurde ein Getriebe mit synchronisiertem 2. bis 4. Gang eingebaut. Ein Jahr später kam zudem ein stärkerer Motor zum Einsatz. Der neue Motor hatte einen 1192 cm² Hubraum und eine 22 kw/30 PS Leistung. Alle Transporter bekamen zudem einen hinteren Stoßfänger.
Ab 1960 wurde die Motorleistung nochmals erhöht und zwar auf 25kw/34 PS. Das Getriebe wurde nun voll synchronisiert. Auch die Karosserie erfuhr im Laufe der Zeit Veränderungen. Im Jahre 1963 gab es die meisten Neuerungen: Die Heckklappe wurde verbreitert und bekam ein größeres Fenster. Statt der doppelflügligen Laderaumtür konnte eine Schiebetür bestellt werden, und mit verstärktem Chassis war der VW Transporter mit einer Nutzlast von einer Tonne erhältlich.

Der VW T1 und die Hippie Ära

In den 1960ern und 1970ern begannen die Hippie trails von Europa in Richtung Osten und Süden. Bunt bemalte und bewohnbar gemachte T1 und T2 waren als Reisefahrzeuge verbreitet, auch in der Hippie-Bewegung der Vereinigten Staaten, dort gingen die Reisen an die Westküste. Die VW-Busse wurden als zum Symbol der Bewegung VW war über die Verbreitung des VW-Bus bei den Hippies nicht erfreut. Das Management befürchtete einen Imageverlust und einen negativen Einfluss auf die Verkaufszahlen der beiden wichtigsten Produkte des Unternehmens.

„VW-Bus T2

Der VW-T2, war ein Kleintransporter der VW-AG. Er ist die Weiterentwicklung des VW-T1, der 1950 eingeführt wurde. Im Volkswagen-Werk wurden 2533.188 T2 hergestellt. Im Oktober 1979 wurde der letzte produziert. Sein Nachfolger war der VW-T3.

Eine markante Neuerung des VW-T2 war die Frontansicht. Die Optik prägte die gewölbte durchgehende Frontscheibe, auch „bay window“ genannt.
Ausgestellte seitliche Öffnungen in Höhe der Fenster sorgten für die kühlende Luft, die den Motor versorgte. Die Fensterflächen wurden im Vergleich zum Vorgängermodell verdoppelt (an den Seiten 2 große Fenster, anstatt 3 kleine). Die Karosserie war im Vergleich zum Vorgänger um 20cm länger. Die Fahrerkabine verlief parallel gerade, im Vergleich zum T1, der eine leicht keilförmige zulaufende Fahrerkabine aufwies.
Die Federung des VW-Bulli T2 wurde durch das eingeführte Kugelgelenk an der Vorderachse komfortabler. Der Motor wurde auf 1600 cm² vergrößert und leistete 47 PS. Der dritte Zylinder des VW-T2 neigte zu Überhitzungen, die nicht selten einen Kolbenfresser verursachten.

„VW-Bus T3

Volkswagen produzierte in den Jahren 1979 bis 1992 den VW-Bus T3. Er war der letzte der Baureihe mit einem Heckantrieb. Ab dem Jahr 1982 wurden die VW-Bulli Modelle mit einem Ottomotor von Luftkühlung auf Wasserkühlung umgestellt.

VW-T3-Bulli | Technische Ausstattung

83er VW-Bulli-T3

83er VW-Bulli-T3

Der VW-T3 stellte ab Mai 1979 ein völlig neu entwickeltes Transportermodell her. Er funktionierte nicht, wie seine Vorgängermodelle, T1 und T2 mit der aus dem Käfer übernommenen Motortechnik. Neben der größeren Karosserie besaß er viele technische Neurungen, wie z.B. die Zahnstangenlenkung (anstatt der bis Dato verwendeten Gemmer-Rollenlenkung). Das Reserverad war beim T3 in einer speziellen Vorrichtung vorne unter dem Fahrzeugbug angebracht. Der VW-Bulli-T3 hatte einen um 60mm vergrößerten Radstand. Der T3-Bulli war somit um 12,5 cm breiter als das Vörgängermodell T2 von VW. Der luftgekühlte 37-kW-Motor (50 PS) hatte nun wie die ebenfalls aus dem Vorgängertyp übernommene größere Maschine mit 51 kW (70 PS) das Gebläserad auf der Kurbelwelle, sodass der Motorraum um 20 cm niedriger war. VW erweiterte das T3-Modellprogramm im Laufe der 1980er Jahre ständig mit Sonderausstattungen, die beim Vorgänger T2 nicht erhältlich waren. Gegen Aufpreis war der neue VW-Transporter/Bus u. a. mit Servolenkung, elektrischen Fensterhebern, elektrisch betätigten Außenspiegeln, Zentralverriegelung, Drehzahlmesser, Heckwischer, Sitzheizung, Scheinwerferreinigungsanlage und (ab Anfang 1985 im Modell „syncro“) auch mit Allradantrieb zu bekommen. Für 4850 DM (Modell 1989) konnte für Modelle mit Einspritzmotor auch eine Klimaanlage bestellt werden, die sich durch einen mittig am Innenhimmel montierten Kühlluftkanal auszeichnete.

VW-Bulli-T3-Modelle ab 1979

Folgende Karosserievarianten des VW-T3 Transporters wurden ab 1979 angeboten:

  • Pritschenwagen (Typ 245) mit offener Ladefläche und Kabine für 2 oder 3 Personen
  • Doppelkabine (Typ 247) mit verkürzter Ladefläche und Kabine mit 2 Sitzreihen für 5 oder 6 Personen
  • Kastenwagen (Typ 251) mit geschlossenem Aufbau und Kabine für 2 oder 3 Personen
  • Kombi (Typ 253) Fensterbus mit bis zu 9 Sitzplätzen in 3 Reihen mit einfacher Innenausstattung
  • Bus, Bus L (Typ 255) Fensterbus mit bis zu 9 Sitzplätzen (Bus L: 8 Sitzplätze) mit gehobener Innenausstattung
  • Zudem gab es ab Werk einen Rettungswagen, einen Campingwagen („Westfalia“) und eine Feuerwehr in verschiedenen Varianten.

VW-Bulli-T3 | Multivan und Campingbusse

Der 1985 eingesetzte „Multivan“ setzte neue Maßstäbe. Das 1988 angebotene Fahrzeug gab es

VW-Bulli-T3-Innenausbau

VW-Bulli-T3-Innenausbau

in der günstigen Ausführung mit 57 kw Bezinmotor für 30.230 DM. Er hatte serienmäßig hinter dem Fahrersitz einen Einzelsitz mit Beckengurt, einen Klapptisch mit Transistor-Leuchtstofflampe, eine dreisitzige umklappbare Rücksitzbank mit Beckengurten und Schlafliegen-Schaumstoffauflage für zwei Personen (1,88×1, 60 m). Zudem besaß der T3-Multivan Mineralwolle wärmeisolierte Seitenwände, einknöpfbare Gardinen, eine zweite Batterie und eine Absorber-Kühlbox mit 36 Litern Rauminhalt. Unter dem Einzelsitz und der Rückbank befanden sich Stauräume.

Als Sonderausstattung für 4275 DM Aufpreis (Modelljahr 1989) war der Multivan mit einem Aufstelldach von Westfalia erhältlich, das einen zusätzlichen Schlafplatz von 1,94×1,16 Metern Größe bot.

VW-Campingbusse | Modellbezeichnungen

  • „Camping“ (bis Herbst 1982)
  • „Joker“
  • „Club-Joker“
  • „California“ hieß die später von Volkswagen selbst als leicht abgespeckte Joker-Variante verkaufte Modellversion.
  • „Atlantic“ war die von VW nochmals aufgewertete Wohnmobilversion, die unter anderem Kunststoff-Isolierfenster hinten und eine komplette Beplankung besaß und heute sehr gesucht ist.

Die Firmen Weinsberg, Dehler Mobilbau, Reimo und Carthago boten eigene Ausbauvarianten, wie z. B. den „Dehler Profi“ an. Für den deutschen Markt entstanden zahlreiche Sondermodelle auf der Basis des T3.

  • ab 1987 Magnum als Multivan-Sondermodell
  • ab 1987 Caravelle Coach“ auf Basis des Caravelle C
  • ab 1989 Multivan Bluestar (mit der Plakette „Hannover Edition“)
  • ab Ende 1989 Multivan Whitestar (mit der Plakette „Hannover Edition“)

Die -star-Modelle zeichneten sich durch ihre gehobene Ausstattung aus:

  • Zentralverriegelung
  • elektrisch verstellbare Außenspiegel
  • Caratscheinwerfer
  • Sonnenschutzverglasung,
  • tiefergelegtes Fahrwerk
  • neuer Polsterstoff-Serie.
  • Alufelgen mit Bereifung 205/70 R14.

„VW-Bus T4

Der VW-T4 wurde im August 1990 eingeführt, damit neigte sich die Ära des Heckantriebes und des Heckmotors dem Ende zu. Der VW-T4 war mit zwei verschieden langen Karoserien und Radständen erhältlich. Das neue Antriebskonzept mit vorn quer liegendem Reihenmotor mit Antrieb der Vorderräder hatte vor allem den Vorteil einer durchgehenden Ladefläche. Der VW-Bulli-T4 wurde bis 2003 hergestellt.

VW-T4 | Technische Ausstattung

Der VW-T4 verfügte über eine Einzelradaufhängung und eine Doppelquerlenkeranordnung mit Drehabfederung an der Vorderachse. Die Schräglenkachse hinten war  mit Schraubenfedern eingebaut. Der VW hatte eine Zahnstangenlenkung, ab 1995 hatten alle T4 serienmäßig Servolenkung. Die Vierzylindermodelle waren bei der Markteinführung noch mit 14″-Fahrwerk ausgerüstet. An der Hinterachse kamen bis Ende 1995 Trommelbremsen zum Einsatz. Ein Automatikgetriebe war nur mit Fünfzylindermotoren und eine Klimaanlage nur mit Motoren ab 2,0 l Hubraum erhältlich.
Der VW-T4 wurde hauptsächlich als Transporter und von Behörden genutzt. Aber auch der Multivan erfreute sich großer Beliebtheit, da er eine praktische Innenausstattung mit Klapptisch und Bett aufwies, bot er viel Komfort auf Reisen. Zudem wies der T4 ein PKW-ähnliches handling auf. In die USA wurde nur diese – dort mit wesentlich besserer Ausstattung als Eurovan bezeichnete – Version exportiert.

Ausstattungsvarianten des T4

Der T4 wurde in folgenden Varianten angeboten:

    • Transporter (Kastenwagen, Kombi, Pritsche und Pritsche mit Doppelkabine)
    • Syncro  (Allradantrieb in Verbindung mit den Fünfzylindermotoren, ab 1996 auch als VR6)
    • Caravelle (Großraumlimousine)
    • Multivan (Familien- und Freizeitmobil)
    • Multivan Allstar bzw. Classic (Familien- und Freizeitmobil , siebensitzigen Variante, elektrische Spiegel und Fensterheber, vorne, durchgehend Stoffboden, Zentralverriegelung, Wärmeschutzverglasung etc.)
    • California Coach (Reisemobil, Aufstelldach, Compactdach oder Nasenhochdach)
    • California Exclusive a (Campingfahrzeug mit festem Hochdach als Alkoven)
    • Carthago Malibu (Reisemobil mit Aufstelldach oder Hochdach in verschiedenen Ausführungen)

„VW-Bus T5

Der T5 ist ein weiterentwickelter T4. Er wird seit 2003 produziert. Der T5 verfügt über einen eingebauten Frontmotor und Vorderradantrieb. Die Modelle Caravelle, Multivan und California unterscheiden sich vom einfachen Transporter äußerlich durch Chromleisten.

VW-T5 | Technische Ausstattung

Der T5 weist wenige technische Neuerungen im Vergleich zum T4 auf. Alle Dieselmotoren besitzen jetzt eine Pumpe-Düse-Einspritzanlage und einen Turbolader. Die Fünf- und Sechszylinder-Modelle sind wahlweise auch mit Automatikgetriebe oder Allradantrieb erhältlich. Der T5 wird in Hannover-Stöcken und in Poznań gebaut. Beim T5 California wird das Basisfahrzeug in Hannover-Limmer zum Reisemobil ausgebaut.

Im Herbst 2009 überarbeitete VW den T5. Verändert wurden neben den Scheinwerfern vorne und hinten auch der Kühlergrill, die Rückspiegel und der Innenraum. Bei den Dieselaggregaten kommt ein neuer 2,0-Liter-Vierzylinder-Motorblock zum Einsatz, der in verschiedenen Leistungstufen von 62 kW bis 132 kW angeboten wird.

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